Es wird Regen geben

Ab 07:30 ist das Fruehstuecksbuffet geoeffnet. Um 07:29 stehe ich vor dem Restaurant und kann es kaum erwarten, eingelassen zu werden. Ich habe seit mehr als 10 Stunden nichts Vernuenftiges  zu essen bekommen und habe tierischen Hunger. Die Tueren schwingen auf und …

… Muddi sitzt am Tisch und nippt gedankenversunken am Kaeffchen. Die Brote sind geschmiert. 😳

Kurz darauf erscheint der Junior. Er ist total begeistert vom Buffet und schliesst sofort innige Freundschaft mit der Dame des Hauses. Sie spricht weder Deutsch noch Englisch. Unser Kleiner aber auch nicht, weil er staunend mit grossen runden Augen durch den Raum marschiert und die Wurst, Milch und Saefte in glaesernen Kuehlschraenken bewundert.

Beim Auschecken wundert er dem Portier in seiner kindlichen Naivitaet dann vor, wie toll alles war,

  • das Zimmer – top,
  • das Buffet – top,
  • Sauberkeit -top
  • die Location – top
  • die Dame am Buffet ….

ATTN: der Portier ist gleichzeitig der Chef und wirft kurz die Bemerkung ein, dass es sich um seine Frau handelt!!!

… „die Dame ist PERFEKT!“ Gut gerettet. Trotzdem gefaehrliche Antwort. Ich befuerchte, dass der Chef sie uns gleich schenken wird. Wir  gehen jetzt besser.

Am besten zum Hafen. Da vermutet uns der vollkommen verdatterte Portier sicher am wenigsten.

Muddi hat Regen bestellt. Also muessen wir alle im Gummi fahren. Noch vor der Abfahrt sammelt sich das erste Wasser in den Stiefeln. Bei 11° ueber Null schwitze ich. Aber es gibt keinen Regen.

Dafuer koennen wir Bluetenzauber, Weizenflocken und Mais-Silage zur Liste unserer bisher unbekannten Strassenbelaege hinzufuegen.

Immer wieder passen wir unsere Route an, um  Regen zu finden. Endlich, nach ca 1 Stunde der erste Guss. Dauert aber nur 60min. Dann ist‘s von aussen wieder ziemlich trocken. Nur von innen nicht. Zeit fuer eine Pause.

Wir haben eine Stunde in der Maske gebraucht, um ihn so jung aussehen zu lassen. Danach fahren wir alle Bergetappen der Tour de France …

… auf einmal.

Das war keine gute Idee. Hoffentlich steht da unten keiner!

Aber nach ein paar Minuten Regeneration, geht‘s gleich wieder besser.

Bitte nicht zuhause nachmachen!

Die Aufloesung des Bildraetsels… Die Akteure waren gesichert! Aufwaendige Green Screen Technology macht‘s moeglich.

Naechste Haltestelle Mittagessen. War zwar schon 15:00, aber das ist nicht das Komische daran. Noch bevor wir den ersten Kellner richtig angesprochen hatten, suchte der schon das Weite. Kurz darauf kommt Jean-Pierre, ein junger Mann, der anscheinend nicht nur als Garcon, sondern auch als Dolmetscher arbeitet. Unsere Frage, ob er des Englischen maechtig waere, kontert er galant mit der Feststellung, dass englischsprachiges Volk anwesend sei. Nun wollen wir uns ja nicht faelschlich fuer Englaender ausgeben, sonst bekommen wir am Ende vielleicht keinen Kaffee. Aber eigentlich waren wir der Meinung, eine veritable Sprachkenntnis aufweisen zu koennen. Nicht so Mr. Oxford English, Sohn von Mrs. D. Ictt. CC und Mr. G. Oogle Translator. Er hat‘s uns so richtig gegeben. Den Kaffee und das Essen uebrigens auch.

Wer genau hinschaut, erkennt, dass wir den Platz gewechselt haben. Nachdem uns der erste Tisch nicht gefallen hat, haben wir die Motorradfahrer aus der Loge vertrieben und uns direkt auf die schoensten Plaetze gesetzt.

Die letzte Etappe hat uns noch einmal ganz weit nach oben gebracht, auf ca 7000ft/ ca 2360m.

Gute Nacht!

2 Kommentare

    • Urban, Reinhard und Christine on 25/09/2019 at 10:32
    • Antworten

    Ihr seid schon ne coole , verrückte Truppe!!!👍😀
    Aber ich könnte schwören , dass Muddi ausgezogen ist , um die Sonne zu suchen und nicht den Regen!!😳
    Da muss Muddi wahrscheinlich doch öfters mal ne Übungseinheit vor der nächsten Tour einlegen !!😏👍
    Gute Weiterreise!!
    Und Lg an alle
    Macht weiterso!!
    Sehr amüsant zu lesen, als wenn man mittendrin wär!👍

  1. 😀😀😀👍

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