Resumee Francee

Weil wir so unwahrscheinlich gut gefahren sind, konnten wir unsere Expedition durch Flora und Fauna Frankreichs 24h frueher als geplant abschliessen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind ernuechternd. Um es auf den Punkt zu bringen, das Bienensterben ist kein deutsches Phaenomen. Es ist laengst auch in Frankreich angekommen.

Ausserdem hatte Junior seine Reifen ueber die alpinen Bergstrassen verteilt. Ergebnis, 5mm mehr Belag ueber die gesamte Strassenbreite auf der kompletten Strecke. Am Ende hatte sich sein Reifenprofil invertiert. Heisst, das was vorher mal eine Rille war, ist jetzt ein Steg. Und umgekehrt. Trennscheiben haben mehr Profil.

Muddi hat zu viel im Getriebe rumgeruehrt. Als wir ihr dann endlich mal beigebracht hatten, dass das nix mit Kuchenbacken zu tun hat, war‘s schon zu spaet. Der Kupplungsgeberzylinder hatte das Zeitliche gesegnet und tropfte von nun an inkontinent vor sich hin.

Ich, Vader, bin demnach der Einzige, der vollkommen unverschuldet mit  einem technischen Problem zu kaempfen hatte. Nur meiner loesungsorientierten Fahrweise ist es zu verdanken, dass die Expedition trotz aller Unbillen zu einem erfolgreichen Ende gefuehrt werden konnte.

Nach Abarbeitung der Notfall-Checkliste und Abwaegung aller Optionen fuehrte die Summe aller Teilprobleme zu einer angeregten Diskussion und diese dann zu der Entscheidung, die Reise mit einem Zeitvorsprung von 24h zu beenden. Das hat vor uns noch keiner geschafft.

Wir halten fest, eine YAMAHA faehrt auch ohne Reifen. Und eine KTM laesst sich weder von einem inkontinenten Geberzylinder noch einer fehlenden Hinterradbremse stoppen. [ATTN: Wortwitz!]

Sag zum Abschluss leise: „Kug ma, die Tuete iss total nass.“ Noch mal winken, und dann ab nach Hause.

Auf der wenig ereignisreichen Abschlussetappe testen wir wieder die unterschiedlichsten Strassenbelaege. Der ausgebrachte Bluetenzauber entpuppt sich leider als gelber Split. Sehr unangenehm.

Aber die Kuhscheisse bleibt Kuhscheisse. Also entscheiden wir, dass der Vorausfahrende aus hygienischen Gruenden seine Linie entsprechend anpasst, um den Hinterherfahrenden eine beschissene Fahrt zu ersparen.

Bei einem kurzen Zwischenstopp, kurz vor dem Ziel, passiert es dann.

 

Einen Notarzt bitte! ACHTUNG!!! Das ist keine Uebung! Einen Notarzt bitte!

 

Juniors Mopete wird schmutzig. Das Vollgas-Wendemanoever auf diesem neuartigen rasenaehnlichen Strassenbelag scheitert aufgrund fehlender Haftung. Eltern haften fuer ihre Kinder. Der Junior ist demnach haftungsbefreit. Verletzt wurde zum Glueck niemand. Die Kosten fuer den umsonst angetanzten Notarzt uebernimmt die Haftpflichtversicherung. Der Belag faellt folgerichtig durch und wird nicht bis zur Serienreife weiterentwickelt werden. Aber zumindest sah er gut aus.

Kurze Zeit spaeter erreichen wir den Ausgangspunkt unserer Expedition. Juniors Frau konnte leider nicht bei der Ankunft dabeisein.

Aber sie hat den Hunden genaue Anweisungen fuer die Schluesseluebergabe hinterlassen.

Helden!

Gute Nacht!

 

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