Mett Tatra

Guten Morgen an die geneigte Leserschaft. Nach laengerer Schaffenspause hat sich die Redaktion entschieden, wieder eine Reise inhaltlich informativ zu begleiten und den Protagonisten bei Ihrem Ueberlebenskampf ueber die Schulter zu schauen. Einigen wird zu Ohren gekommen sein, dass es in der Zeit unserer Abwesenheit zu Kopierversuchen gekommen ist. Ein unbekanntes Internetportal hatte versucht, unseren Platz am Echtzeit-Doku-Himmel einzunehmen. Aufgrund fehlender Expertise und redaktioneller Probleme musste die Konkurrenz aber schnell aufgeben. Somit ist und bleibt der Weg frei fuer ein paar Tage literarisch-kulinarischen Hochgenusses. Was mich auch direkt zum Motto unserer Expedition bringt.

Im 13.Jahrhundert wurden die Mongolen in Europa faelschlicherweise als Tataren (alte Schreibweise Tartaren) bezeichnet. Abgeleitet wurde der Name vom altgriechischen Tartaros, einem personifizierten Teil der Unterwelt. Diesen Tataren sagte man nach, dass sie rohes Fleisch unter Ihre Saettel legten, „weich ritten“ und dann roh verspeisten. Bei einem Teamausflug in die heutige Hohe Tatra wurde das Fleisch dann noch mit dem Wurstmesser klein gehackt, ueber der offenen Flamme am Spiess gebraten und als Hackepeter bzw. Mett Tatra verspeist. Daher auch der Name fuer das kleinste aller Hochgebirge inmitten Europas.

Da gehts hin:


kallerna, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Soweit die Legende. Tatsaechlich hat es sich aber wie folgt zugetragen. Da die mongolische Supermarkt-Infrastruktur zum damaligen Zeitpunkt keine batterie- bzw. akkubetriebenen Kuehlboxen hergab, musste das Hackfleisch am Stueck transportiert werden, in Form von Rindern also. Vegetarier gab es damals noch nicht. Auf diese Weise blieb es bis kurz vor dem Verzehr frisch und bedurfte keiner zusaetzlichen Kuehlung. Ausserdem konnte es auch noch als Transportmittel benutzt werden. Die Geschichte mit dem Teamausflug stimmt also. Oberhalb der Schneefallgrenze wurde es dann zu Mett Tatar verarbeitet und konnte wegen der niedrigen Temperaturen problemlos in den mitgefuehrten Tupperdosen aufbewahrt werden. Bei der Bezeichnung Hohe Tatra handelt es sich demnach um ein Anagram. „Hohe“ bezieht sich in diesem Fall auf die weiter oben im Text angefuehrte Schneefallgrenze.

Viel Spass beim Lesen,
die Redaktion


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